Geschichte

 

 

 
Kunstradfahren (1950)

 

Bereits vor 1900 wurde Kunstradsport in den USA von Radakrobaten wie Nicholas Edward Kaufmann und John Featherly betrieben; sie verdienten damit ihren Lebensunterhalt.[1] War es zu jener Zeit eher die Beherrschung des Fahrrades und das Fahren einer bestimmten Wegstrecke, hat sich der Kunstradsport zu einer technischen Disziplin entwickelt, welche im Leistungssport auch vor Sportphysik und Sportpsychologie keinen Halt macht.

In Deutschland wurde der Bund Deutscher Radfahrer 1884 in Leipzig als Verein aus dem eher bürgerlichen Lager gegründet.

In der DDR war von 1946 bis 1957 die Sektion Radsport des Deutschen Sportausschusses und ab dann der Deutsche Radsport-Verband der DDR (DRSV) für die Radsportarten zuständig. Am 7. Dezember 1990 erfolgte die Vereinigung der beiden Verbände zum Bund Deutscher Radfahrer.

Der Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität RKB wurde 1896 als „Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität“ in Chemnitz gegründet. Mit dem Namen Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität dokumentierte der Verein die Zugehörigkeit zur Arbeiterbewegung.

Der Weltverband Union Cycliste Internationale (UCI), wurde am 14 April 1900 in Paris gegründet. Der Sitz der UCI befindet sich in Aigle (Schweiz).

Die Schweizer Verbände: Schweizerischer Radfahrer-Bund (SRB), Fédération Cycliste Suisse (FCS), Federazione Ciclistica Svizzera (FCS), Federaziun Svizra da Ciclists (FSC), Swiss Cycling Federation (SCF) haben sich unter dem Namen Swiss Cycling zusammengeschlossen.[2] Als Gründungsjahr wird in der Satzung 1883 angegeben. Mitveranstalter der Kunstradwettbewerbe ist auch der zum Arbeitersport gehörende Sportverband ATB – Verband für Sport, Verkehr und Freizeit, der 1914 als Zusammenschluss von Schweizer Sektionen des «Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität» gegründet wurde.

In Österreich gehört der Kunstradsport zum Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs ARBÖ. Er wurde am 30. April 1899 als Verband der Arbeiter-Radfahrer-Vereine Österreichs in Wien gegründet und hat sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer Serviceorganisation für Mitglieder weiterentwickelt.[3]

Kunstradfahren ist keine olympische Sportart, war aber 1989 in Karlsruhe einmal im Programm der World Games vertreten.